Die Wunschbaumaktion in Leichlingen war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg: Alle 246 eingereichten Weihnachtswünsche konnten erfüllt werden. Möglich wurde dies durch die große Hilfsbereitschaft der Leichlingerinnen und Leichlinger, den engagierten Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher sowie die großzügige Unterstützung von Partnern und Spendern.
„Jeder einzelne Wunsch steht für einen Menschen und eine persönliche Geschichte. Dass wir in diesem Jahr alle 246 Wünsche erfüllen konnten, zeigt eindrucksvoll, wie groß die Solidarität in Leichlingen ist“, erklärt das Organisationsteam der Wunschbaumaktion.
Die Wünsche spiegelten erneut eine große Bandbreite an Bedürfnissen wider. Kinder wünschten sich Spielzeug, Bücher, Süßigkeiten, Schulsachen oder dringend benötigte Winterkleidung. Senioren freuten sich über praktische Dinge des Alltags wie Lebensmittel, Haushaltsartikel oder kleine Aufmerksamkeiten, die oft eine viel größere Bedeutung haben, als ihr materieller Wert vermuten lässt.
„Es sind nicht immer die großen Geschenke – oft sind es die kleinen Dinge, die den Menschen zeigen: Du wirst gesehen, du wirst gehört und du bist nicht allein“, so das Organisationsteam.
Bei der Ausgabe der Geschenke kam es immer wieder zu sehr bewegenden Momenten. Kinder hielten ihre Päckchen fest an sich gedrückt, Eltern waren sichtlich erleichtert und dankbar, und nicht selten standen Seniorinnen und Senioren mit Tränen in den Augen vor der Tür – aus Dankbarkeit darüber, dass jemand an sie gedacht hatte.
Zwei Begegnungen werden dem Organisationsteam dabei besonders im Gedächtnis bleiben.
Eine alleinerziehende Mutter, die schwer krank ist, nahm sich Zeit für ein längeres Gespräch. Die Dankbarkeit über das Geschenk – und die Geschichte dahinter – berührten so sehr, dass sie selbst erfahrenen Helferinnen und Helfern die Tränen in die Augen trieben.
Ein weiterer Moment ereignete sich bei der Übergabe eines Lebensmittelgutscheins an einen älteren Herrn. Ohne viele Worte umarmte er den Helfer, brach in Tränen aus und zeigte damit, was dieses Geschenk für ihn bedeutete.
„Das sind Augenblicke, die man nicht vergisst. Sie zeigen, dass es hier nicht um Geschenke geht, sondern um Würde, Menschlichkeit und das Gefühl, nicht allein zu sein“, so das Organisationsteam.
Viele Menschen erwarteten das Organisationsteam bereits sehnsüchtig und wollten sich mit einer Einladung auf einen Tee oder Kaffee bedanken.
„Es schmerzt uns jedes Jahr, diese Einladungen ablehnen zu müssen. Aber während wir an einer Tür stehen, warten an anderer Stelle noch Kinder auf ihre Geschenke“, erklärt das Organisationsteam.
Was jedoch fast immer möglich war, waren kleine Gesten „auf die Hand“.
„Selbstgemachte türkische Pizza, Teiggebäck, Kekse oder andere Kleinigkeiten wurden uns mitgegeben – Gesten, die von Herzen kamen und uns auf den nächsten Wegen begleitet haben“, berichtet das Organisationsteam.
Auch in diesem Jahr war der Einsatz bis zuletzt intensiv. Noch am 24. Dezember trafen weitere Geschenke ein, die kurzfristig verpackt und verteilt wurden. Dennoch ist das Organisationsteam stolz darauf, dass alle Geschenke über die Weihnachtstage persönlich verteilt werden konnten.
„Wo niemand zu Hause war, haben wir einen Brief im Briefkasten hinterlassen – mit Informationen, wie und wann Kontakt zu uns aufgenommen werden kann. Uns war wichtig, dass niemand vergessen wird“, so das Organisationsteam.
Bereits in den vergangenen Jahren kam es vereinzelt vor, dass Weihnachtswünsche vom Wunschbaum genommen, am Ende jedoch nicht erfüllt wurden. In diesem Jahr war dieses Problem deutlich größer: Rund 50 Wunschkarten wurden zwar vom Baum genommen, die dazugehörigen Geschenke jedoch nicht zurückgebracht.
„Für uns als Organisation ist das jedes Mal eine große Herausforderung – umso dankbarer sind wir, dass wir auch in diesem Jahr niemanden enttäuschen mussten“, betont das Organisationsteam.
Dank der großen Hilfsbereitschaft weiterer Unterstützerinnen und Unterstützer sowie der Spende von Globolus konnten dennoch alle 246 Wünsche vollständig erfüllt werden. Das Organisationsteam sprang hierbei kurzfristig ein, sodass kein Wunsch offenblieb.
Bedauerlicherweise konnten bislang sechs Familien ihre Geschenke noch nicht entgegennehmen, da sie sich trotz mehrfacher Kontaktversuche per Telefon und E-Mail nicht zurückgemeldet haben. Die Geschenke liegen weiterhin bereit.
„Wir hoffen sehr, dass sich diese Familien noch melden – die Geschenke warten und sollen genau dort ankommen, wo sie gedacht sind. Sollte sich niemand mehr melden, werden die Geschenke für die nächste Wunschbaumaktion verwendet“, erklärt das Organisationsteam.
Ein besonderer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, den teilnehmenden Geschäften, Schulen, Kindergärten und Einrichtungen sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit großem Engagement zur erfolgreichen Umsetzung der Wunschbaumaktion beigetragen haben.
„Ohne dieses starke Netzwerk aus Ehrenamt, Unternehmen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern wäre eine Aktion in dieser Größenordnung nicht möglich“, heißt es abschließend.
Die Wunschbaumaktion zeigt Jahr für Jahr, wie stark der Zusammenhalt in Leichlingen ist. Solidarität, Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe werden hier nicht nur benannt, sondern in vielen kleinen und großen Momenten ganz konkret gelebt.
Das Organisationsteam blickt mit großer Dankbarkeit auf die Aktion zurück und freut sich bereits auf die Fortsetzung im kommenden Jahr.


